Religion und Ethik

Die Fächer Religion und Ethik werden in den Jahrgängen 5-10 zweistündig unterrichtet. In beiden Fächern geht es darum, die Persönlichkeit der Kinder und Jugendlichen zu stärken und zu ihrer Identitätsfindung beizutragen. In der Regel nehmen die Schülerinnen und Schüler, die einer christlichen Kirche angehören, am Religionsunterricht teil. Alle anderen Schülerinnen und Schüler besuchen den Ethikunterricht. Kurswechsel können zum Halbjahr vorgenommen werden, wenn ein entsprechender Antrag bei der Stufenleitung gestellt wird.

Der Religionsunterricht

Schülerinnen und Schüler brauchen in einer immer komplizierter werdenden Welt Hilfen zur Orientierung in ethischen, moralischen und religiösen Fragen. Solche Hilfen zu geben ist in besonderer Weise Aufgabe des Religionsunterrichts. In ihm werden die angesprochenen Fragen ausdrücklich gestellt und Antworten auf der Grundlage der christlichen Kirchen oder anderer Religionsgemeinschaften gesucht.

Der Religionsunterricht verbindet die Vermittlung von religiösem Wissen mit der Frage nach Orientierung für das eigene Leben.

Kinder und Jugendliche wollen wissen, welche Religionen es gibt, worin die Gemeinsamkeiten und Unterschiede bestehen. Sie wollen aber auch wissen, was für sie wahr ist.

Während sich der Lehrende im Ethikunterricht neutral verhält, ist er als konfessioneller Religionslehrer mit seiner Glaubensüberzeugung und Glaubenspraxis gefragt. So begegnen Kinder und Jugendliche vor allem auch gläubigen Menschen, können sich mit den Ansichten auseinandersetzen und schließlich ihre eigene Überzeugung finden.

Zum Grundwissen gehören Kenntnisse der biblischen Botschaft, die Aussagen des Glaubensbekenntnisses, das christliche Verständnis der Menschenwürde und die dadurch abgeleiteten Gebote, Grunddaten der Kirchengeschichte und Kenntnisse des kirchlichen Lebens.

Zum Grundwissen gehören ferner Kenntnisse anderer Konfessionen und Religionen.

Ein Religionsunterricht, der den Zugang zum Glauben eröffnen will, kann sich nicht auf die Vermittlung des Glaubenswissens beschränken. Er wird sich vielmehr auch mit Formen gelebten Glaubens, Gebet, Liturgie, sozialem Engagement und Gemeindeleben auseinandersetzen.

Der Religionsunterricht fördert die Aufmerksamkeit, den Anderen zu respektieren, Argumente zusammenzustellen und gewichten, Übereinstimmungen und Unterschiede festzustellen und die eigene Meinung argumentativ zu überprüfen. Dadurch wird Gesprächsfähigkeit und Toleranz gefördert, die in einer pluralistischen Gesellschaft nötig sind.

Organisatorisches

Von der Klasse 5 bis 8 findet der Religionsunterricht konfessionsübergreifend statt und wird von evangelischen oder katholischen Lehrkräften unterrichtet. In den Jahrgängen 9 und 10 gibt es katholischen, sowie evangelischen Unterricht. In der Regel nehmen die Schüler am Unterricht ihrer Konfession teil.

Die Schülerinnen und Schüler, die keiner Konfession angehören oder die sich vom Religionsunterricht abgemeldet haben, besuchen in der Regel den Ethikunterricht.

Über den Unterricht hinaus…

Besuch von außerschulischen Lernorten:

Kirchen, Synagogen, Moscheen

Museen

Friedhöfen

Gedenkstätten

Kirchengemeinden

Soziale Einrichtungen

Ausstellungen

Schnupperkurs mit Baby in Zusammenarbeit mit dem „Sozialdienst Katholischer Frauen“ wie hier zu sehen:

Religionsprojekt Martinsteilen:

Jedes Jahr zum Martinstag am 11. November sammeln Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern und das Kollegium der GSF haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Mehl, Zucker, Tee, Kaffee, Marmelade, Kekse, Schokolade, Konserven u.v.m.  Es kommen immer erfreulich viele Spenden zusammen, die von einem Pfarrer an Bedürftige verteilt werden. Damit können wir ein wenig deren Not lindern.

Der Ethikunterricht

„Was soll ich tun?“

Diese Frage hat sich jeder schon einmal gestellt. Jeder kennt die Situation, dass man in seinem Leben manchmal schwierige Entscheidungen treffen muss. Leider kann der Ethikunterricht keine einfachen Lösungen für alle Lebenslagen vermitteln. Er kann den Schülerinnen und Schülern aber dabei helfen, sich in verschiedenen Situationen eine eigene Meinung zu bilden und zu einem begründeten Urteil zu gelangen, sodass die Jugendlichen Entscheidung treffen und Vorstellungen davon entwickeln können, was richtiges und was falsches Handeln ist und wie ein gutes Leben gelingen kann.

Um diese Fähigkeiten zu entwickeln, lernen die Schülerinnen und Schüler zunächst, über eigene Erfahrungen, Gefühle und Wünsche nachzudenken und diese zum Ausdruck zu bringen. Zugleich üben sie, sich in andere hineinzuversetzen und deren Handlungen, Gefühle und Entscheidungen nachzuvollziehen.

Dabei ist es wichtig, dass die verschiedenen Traditionen und Wertvorstellungen der Kinder und Jugendlichen ernstgenommen und respektiert werden. In diesem Sinne lernen die Schülerinnen und Schüler im Ethikunterricht verschiedene Religionen ebenso kennen wie auch Antworten der Wissenschaften und von Philosophen auf die Fragen nach dem richtigen Handeln und nach dem Sinn des Lebens. Sie erfahren, dass auf Grundlage der Menschenrechte jeder Mensch das Recht hat, seinen Glauben oder seine Weltanschauung zu vertreten, und dass man zugleich andere Religionen und Weltanschauungen tolerieren muss.

Die Fähigkeiten, sich in der Welt zu orientieren, sich anderen mitzuteilen und sich mit anderen Meinungen auseinanderzusetzen, können im Ethikunterricht besonders durch kooperative und kreative Lernformen geübt und erweitert werden. Auf diese Weise setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit alltäglichen Problem auseinander, wie z. B.: Wie kann man Konflikte lösen? Was ist gerecht? Was bedeutet Freundschaft? Was sagt mir mein Gewissen? Sie beschäftigen sich aber auch mit Grundfragen des menschlichen Lebens, wie z. B.:  Was bedeutet Menschenwürde? Wie gehen wir mit Tod und Sterben um? Dürfen wir alles tun, was technisch möglich ist?

Wenn Sie Fragen zum Ethikunterricht haben, wenden Sie sich gerne an Herrn Grimm.